Gemeinsames Wohnen während einer Pandemie

Personen ab 65 Jahren gelten während der Pandemie als besonders gefährdet. Deren Immunität ist altersbedingt vermindert, und viele Senioren sind zudem chronisch krank, was ihre Anfälligkeit für die negativen Auswirkungen des Coronavirus weiter erhöht. Wie kann man ihnen das eben während einer Coronavirus-Bedrohung erleichtern? Und wie soll man sich um die Nächsten kümmern, die sich in Pflegeheimen aufhalten?

Schutz der Senioren

Personen ab 65 Jahren gehören zu der Personengruppe, die besonders anfällig für die schwerwiegenden Folgen einer Coronavirus-Infektion ist. Daher sollten sie sich so weit wie möglich isolieren und den Kontakt mit  anderem Menschen meiden. Dies gilt auch für Familienmitglieder, die nicht bei ihnen leben. Es handelt sich um eine schwierige, jedoch rationale Entscheidung, die durch die Sorge um die Gesundheit der gesamten Familie bedingt ist.

Während einer Pandemie sollten wir  die ältesten Mitglieder der Gesellschaft unter anderem durch die Versorgung mit Einkäufen und Medikamenten unterstützen. Außerdem sollten wir den Kontakt auf jede erdenkliche Art und Weise aufrechterhalten, die keine persönlichen Treffen erfordert.

Gemeinsames Wohnen während einer Pandemie

Menschen, die mit Nächsten im Alter ab 65 Jahren zusammen wohnen und gezwungen sind, jeden Tag zur Arbeit zu gehen, sollten während der Pandemie über eine Isolierung nachdenken. Ist ein vorübergehender Wohnortwechsel durch diese oder durch die ältere Person nicht möglich, dann müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen im Alltag getroffen werden. Dazu gehören die Einhaltung eines Abstandes zu anderen Menschen (von mindestens 1,5 Metern) und die Reduzierung der Aufenthaltsdauer in gemeinsamen Räumlichkeiten auf das notwendige Minimum.

 

Ein besonderes Augenmerk ist auf die Desinfizierung der gemeinsamen Räume, wie Küche und Bad zu richten. All diese Sicherheitsmaßnahmen dienen dazu, das Infektionsrisiko zu minimieren. 

Andere Kontaktformen

Für ältere Menschen ist insbesondere der Telefonkontakt natürlich. Deshalb sollten wir diesen intensivieren. Wir sollten längere und häufigere Telefongespräche führen. Diejenigen Senioren, für die moderne Technologien kein Problem darstellen und die Zugang zu ihnen haben, können Videogespräche führen, was sich besonders gut bei Interaktionen mit Enkeln bewährt. Dies bringt nicht nur beiden Seiten Freude, sondern bietet Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder zu beschäftigen. Großeltern können den Kindern zum Beispiel Märchen vorlesen, ihnen beim Lernen helfen oder einfach nur über den Tagesablauf plaudern.

Senioren in der digitalen Welt

Denjenigen Großeltern, die über einen Computer verfügen, sollten Möglichkeiten gegeben werden, ihn besser zu nutzen. Man kann beispielsweise nach Tutorials suchen, die ihren Interessen entsprechen, oder für sie einen Streaming-Dienst abonnieren, damit sie nicht vom Fernsehangebot eingeschränkt sind. Im Internet finden Senioren auch Vorschläge für einfache Übungen, die wichtig für den Erhalt der Gesundheit sind, wenn die Möglichkeit von Spaziergängen eingeschränkt ist. 

Für nicht-digitale Menschen bietet sich die Möglichkeit, diese vom Abonnieren von Zeitschriften zu überzeugen oder ihnen ganz einfach Bücher oder Zeitschriften selbst per Kurierdienst zukommen zu lassen. Ähnlich sieht es bei Filmen oder Serien aus. Die Isolierungszeit kann auch eine gute Gelegenheit sein, um Briefe zu schreiben. Diese können von den Kindern verfasst werden und Gluckwunschkarten oder Zeichnungen für die Großeltern enthalten.